Markenstrategie: Konzept und Vorgehen Markennamen von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen Marken- und Künstlernamen von Sängern, Schauspielern, Sportlern und sonstigen Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens Markenlogos: Wortmarke, Bildmarke/Symbole und Charaktere Slogans: Kurze,  markante Phasen zur Marke und ihrer USP
 
 
   
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Saab

Der heute zu General Motors (GM) gehörende Autohersteller wurde 1937 als Hersteller
von Militärflugzeugen gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann das Schwedische Unternehmen mit der Produktion von Autos, wobei der ursrüngliche Firmenname "Svenska Aeroplan Aktie-bolaget", was auf Deutsch soviel bedeutet wie "Schwedische Flugzeug Aktiengesellschaft", als Akronym erhalten blieb: Saab.

Sagrotan

Das bekannte Desinfektionsmittel wurde bereits 1889 von der Firma Schülke & Mayr
zur Bekämpfung der Cholera eingesetzt. Der 1913 entstandene Markenname geht
zurück auf den damaligen Geschäftsführer Arnold Groethuysen. Dieser kombinierte
die erste Silbe des lateinischen Wortes "sanus" für "gesund, heil" mit den ersten drei Buchstaben und dem "t" seines Familiennamens sowie der beliebigen Endsilbe "-an".
(vgl. hierzu auch die Entstehung des > Sagrotan-Logos).

Sam's Club

Nachdem Walton 1962 bereits > Wal-Mart gegründet hatte, folgte 1983 die Eröffnung
des ersten Großmarktes nur für Mitglieder "Sam's Club", benannt nach dem Vornamen
seines Gründers: Sam
Walton.

Samsung

Der größte südkoreanische Mischkonzern (Chaebeol) und internationale Elektronikmulti wurde 1938 in Daegu von Lee Byung-chull als Handelsgesellschaft für getrocknetes
Obst gegründet. Die Betätigungsfelder des Konglomerats erstrecken sich heute auf den
Schiff- und Hochhausbau, den Einzelhandel sowie Computer- und Unterhaltungselektro-
nik. Der Unternehmensname - eigentlich "Samseong" - bedeutet auf Koreanisch soviel
wie "drei Sterne".

SAP

Auslöser für die Gründungs des Softwareunternehmens 1971 war ein Beförderungsstau bei IBM, der Claus Wellenreuther dazu veranlaßte, zu kündigen und sich selbständig zu machen. Seinen IBM-Kollegen Dietmar Hopp und Hasso Plattner erging es ähnlich. Sie waren daran interessiert die IBM-Software zu verbessern, was jedoch damals bei den Verantwortlichen auf geringes Interesse stieß. Zusammen mit zwei weiteren IBM-lern, Klaus Tschira und Hans-Werner Hector, gründeten die fünf im April 1972 ein Unterneh-
men für "Systemanalyse und Programmentwicklung" und entwickelten, nachdem sie
bereits 1973 R/1 und 1981 R/2 eingeführt hatten, 1991 die bis heute weltweit am häufig-
sten genutzte Unternehmenssoftware > R/3. Da der Firmenname der Telefonistin zu
lange war, etablierte sich bald die Abkürzung "SAP". Und seit 1977 stehen die drei Buchstaben für "Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenver-arbeitung"


Sat.1

Der erste Privatsender ging am 1. Januar 1984 im Rahmen eines Kabelpilotprojekts
als "Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenfunk" (PKS) von Ludwigshafen
aus au Sendung. Ein Jahr später nannte sich der Sender in Sat.1 um, in Anlehung an
die Austrahlung über Satelltit und den Umstand, als erster Privatsender in Deutsch-
land (einen Tag vor > RTL) das erste Programm ausgestrahlt zu haben (vgl. hierzu
auch > ARD und > ZDF).


Schneekoppe

Seit 1927werden gesunde Lebensmittel unter dem Markennamen vermarktet. Erst gut ein Vierteljahrhundert nach der erstmaligen Vermarktung kam mit der eigentlichen Gründung des Unternehmens durch den Schlesier Fritz Klein 1953 der Erfolg. Der Markenname ist
der "Schneekoppe" entlehnt, dem höchsten Gipfel des Riesengebirges, mit dem Fritz
Klein drei Dinge verband: seine persönliche Faszination für die Landschaft dieser
Region, die Symbolik für Natur, Reinheit und Schönheit und die ersten Schneekoppe-Produkte, die am Fuße der Schneekoppe angebaut wurden
(vgl. hierzu auch das
> Schneekoppe-Logo).


Schwartau
Als offizielles Gründungsjahr des Herstellers der gleichnamigen Konfitüre wird 1926 genannt. In diesem Jahr schlossen sich die "Schwartauer Honigwerke und Zucker-
raffinerie AG", die "Lübecker Marzipan- und Backmassenfabrik" und die "Lübecker
Pralinen- und Konfitürenfabrik" zur "Schartauer Werke AG" zusammen. Der Name
ist entlehnt vom Firmenstandort in der Stadt "Bad Schwartau".

Scotch

Das transparente Klebeband von 3M wurde 1925 von Richard G. Drew entwickelt. Auslöser waren Schwierigkeiten im Bereich der Farbübergänge beim zweifarbigen Lackieren von Autos. Da die ersten Klebebänder nur an den Rändern mit klebriger
Substanz versehen waren, fielen sie bei ersten Tests beim Autolackieren wieder ab.
Der verantwortliche Lackierer rief Drew knurrend zu: "Geh' mit Deinem Band zurück
zu Deinen schottischen ("Scotch") Chefs und sag' Ihnen, sie sollen mehr Klebstoff
'drauf tun." Obwohl der Lackierer damit eigentlich sein Mißfallen über die sparsamen
und knausrigen Schotten zum Ausdruck bringen wollte, wurde "Scotch" daraufhin
als Markenname verwandt.

Seat

Die Ursprünge des spanischen Automobilherstellers, der heute zu VW gehört, gehen bis
in die 20er Jahre zurück, als das Unternehmen u.a. noch eine Niederlassung von Fiat war. Das eigentliche Firmengründung fand 1950 statt und 1953 rollten die ersten Automobile
aus den Werkshallen. Hauptaktionär des in den ersten Jahren primär modifizierte Fiats
herstellenden Unternehmens war der spanische Staat. Der Firmenname steht für
"Sociedad Espanola de Automoviles de Turismo" (Spanische Gesellschaft für
Verkehrsfahrzeuge).

Sega

Der heute weltweit tätige Videospiele- und Konsolenherstellers geht zurück auf das
Jahr 1940 als Martin Browely, Irving Bromberg und James Humpert auf Hawaii ein Unternehmens namens "Standard Games" gründeten. 1951 initiierte Bromely den Umzug der Firma nach Tokyo, wo das Unternehmen 1952 offiziell als "Service Games of Japan" kurz "Sega" registriert wurde. Zu diesem Zeitpunkt verkaufte das Unternehmen noch Spielautomaten und Musikboxen für in Asien stationierte Amerikaner und erst nach der Fusion mit den von David Rosen gegründeten Rosen Enterprises 1965 folgte ein U-Boot Simulatorspiel, das ein erster weltweiter Erfolg wurde.

Sheba
Die heute zu Masterfoods (Mars) und damit zur Nr.1 auf dem deutschen Markt für Heim-tiernahrung und -bedarf gehörende Katzenfuttermarke wurde nach der Königin von Saba benannt, die im alten Ägypten als ausgesprochene Katzenliebhaberin galt und deren Leben noch heute zu den großen Legenden des Orients zählt. Ihr Besuch bei König Salomo wird im Alten Testamen beschrieben und Ausgrabungen im heutigen Jemen weisen eine sabäische Kultur im 10. Jahrhundert vor Christus nach. Und Sheba? Der englische Name der "Queen of Sheba".

Shell
Der weltweit bekannte Mineralölkonzern wurde 1897 von dem in London ansässigen Marcus Samuel als Transportunternehmen gegründet. Den Firmennamen "Shell Transport and Trading" wählte er in Erinnerung an seinen Vater, der mit wertvollen und dekorativen Kammuscheln gehandelt hatte, im englischen "Shell" genannt (vgl. hierzu auch das
> Shell-Logo).

Simmerring
Das heute weltweit tätige Familienunternehmen wurde 1849 von Carl Johann Freuden-
berg in Weinheim als Gerberei gegründet (vgl. hierzu auch > Vileda). Über mehrere Generationen hinweg hat sich die Unternehmensgruppe zunehmend diversifiziert und internationalisiert, wobei die Dichtungs- und Schwingungstechnik heute den größten Geschäftszweig darstellt.
Der dort vermarktete Dichtungsring, der sich mittlerweile in fast jedem Auto und jeder Maschinen findet, wurde 1929 von Professor Walther Simmer bei Freudenberg ent-
wickelt und bald international als Simmerring bekannt. Der 1940 patentierte Simmerring
war Ursprung des gesamten Dichtungssortiments von Freudenberg, das heute rund
80 000 unterschiedliche Dichtungen umfasst.

Sinalco
Die ersten Softdrinks wurden um die Jahrhundertwende vom Naturheilforscher Friedrich Eduard Bilz, dem Erfinder eines natürlichen Erfrischungsgetränkes, und dem Fabrikanten Franz Hartmann hergestellt. Gemeinsam gründeten sie eine Getränkefirma, die "Bilz-Brause" produzierte und vertrieb. Der große Erfolg lockte viele Nachahmer an, die den Namen, die Flasche und die Rezeptur der beiden imitierten. Daraufhin initiierte das Unternehmen ein Preisauschreibens, um einen neuen Namen zu finden, der auch ge-
schützt werden konnte. Der Vorschlag des Siegers war "Sinalco", eine Kombination
aus dem lateinischen "sine alcohole", was so viel bedeutet wie "ohne Alkohol".

siku
Der nicht nur bei Kindern beliebte Hersteller von Spielzeugmodellen wurde 1921 von
Richard Sieper als Gießereiunternehmen in Lüdenscheid gegründet. 1943 begann das
Unternehmen mit der Herstellung von Konsumgütern aus Kunststoff. Unter anderem
wurden auch Werbeartikel für die Markenindustrie wie "Zeller schwarze Katz" oder
"Elefantenschuh" im Spritzgussverfahren gefertigt. 1950 folgt die Anmeldung der Marke
SIKU, zusammengesetzt aus den Wortanfängen von "Sieper Kunststoffe".
siku gehörte zu den Ausstellern der 1. Nürnberger Spielwarenmesse und zeigte dort
erstmalig seine Spielwaren aus Kunststoff (u.a. einen Bauernhof mit Tieren). Ab 1951
folgten Spielzeugmodelle, die ab 1963 auch aus
Metall im Zinkdruckgussverfahren her-
gestellt wurden. 1984 wurde das Berliner Traditionsunternehmen "Wiking Modellbau"
übernommen und 2004 das siku-Sortiment um fernsteuerbare Traktormodelle erweitert.

Skype
Das heute zu eBay gehörende, globale Peer-to-Peer-Telefonieunternehmen (P2P-
Telefonie) wurde 2003 von Niklas Zennström und Janus Friis (Gründer von KaZaA)
gegründet. Beim Brainstorming für den Firmennamen kam u.a. der Vorschlag, das
Unternehmen "sky peer-to-peer" zu nennen, was alsbald zu "Skyper" verkürzt wurde.
Da allerdings bereits eine ganze Reihe gleichnamiger Domains vergeben waren, ent-
schlossen sich die Gründer dazu, einfach das "r" wegzulassen. Der Name "Skype"
hörte sich gut an und alle Domains waren noch verfügbar. Also Skype!

Smart
Die seit Ende 1998 zu 100% zu DaimlerChrysler gehörende Automarke entstand 1989
auf Initiative von Nicolas G. Hayek, dem Gründer der weltweit erfolgreichen Uhrenmarke
> Swatch
. Hayek wollte ein günstiges Autor mit originellem Design entwerfen das für
zwei Personen und zwei Sprudelkästen ausreichend Platz bieten sollte. Nachdem er
zunächst mit VW und Renault verhandelte, fand er 1994 in Daimler-Benz (heute: Daimler Chrysler) einen Joint-Venture Partner. Der Name der Automarke setzt sich zusammen
aus den Anfangsbuchstaben der Bezeichnung "Swatch-Mobil", anderen Quellen zufolge aus den Anfangsbuchstaben von > Swatch, > Mercedes und "art" für Kunst: Smart.

Smirnoff
Der heute zum Diageo-Konzern gehörende, weltweit bekannte Wodka wurde erstmals
im frühen 19. Jahrhundert von der Familie Smirnov in Moskau gebrannt. 1860 gründete
dann Piotr Aseneyevitch Smirnov eine Destillerie, um seinen hochwertigen Wodka in größeren Mengen produzieren zu können und bereits sechs Jahre später durfte sich
das Unternehmen offizieller Hoflieferant des Zaren nennen. Als Folge der Russischen Revolution wurde das Unternehmen von der Kommunistischen Partei beschlagnahmt.
Vladimir Smirnoff, einem der Söhne des Unternehmensgründers gelang es jedoch, den Familienbetrieb zunächst in der Türkei, später in Polen und schließlich in Frankreich weiterzuführen. Seine heute weltweit bekannte Schreibweise erhielt die Wodka-Marke
im Zuge des Wechsels des Unternehmens nach Frankreich, als man den Namen der französischen Schreibweise anpasste. Smirnoff.

s.Oliver

Zunächst als Vekäufer für Hosen und Hemden tätig, eröffnet Bernd Freier Mitte der 60er Jahre seine erste Boutique in der Nähe von Würzburg und begann damit, Hosen und Batikhemden aus Indien zu importieren. Innerhalb weniger Jahre entsteht in Zusammen-
arbeit mit dem Kaufmann Wernder Reuß und seinem Vertriebspartner Eddie Schuster ein international tätiges Textilunternehmen, das heute 660 Mio. Euro umsetzt. Anfang der 70er Jahre entschließt sich Freier, seine Kleidung unter einem eigenen Markennamen zu vertreiben. Er wählt den Namen Oliver, da ihm der Roman "Oliver Twist" von Charles Dickens besonders gefallen hat. Und weil seine Mode primär für Erwachsene gedacht ist, fügt er ein "Sir" hinzu. Aufgrund der Kollission mit Markenrechten eines Unternehmens mit Namen "Sir" wird ihm der Namenszusatz untersagt, weshalb Freier seine Bekleidung seitdem als "s.Oliver" vermarktet.

Sony

Der Telekommunikations- und Unterhaltungselektronikhersteller wurde 1946 von den
zwei jungen japanischen Elektroingenieuren Akio Morita und Masaru Ibuka gegründet.
Obwohl die erste Erfindung der beiden, ein Reiskocher, der sich nach dem Garen von selbst ausschalten sollte, nie richtig funktionierte, waren beide von Anfang an bestrebt,
auf Grundlage technologischer Innovationen, Produkte zu entwickeln, die denen der Konkurrenz technisch weit überlegen sein sollten. Gleichzeitig sollten die Produkte durch die einfache Anwendung, technische Qualität und durch das Design begeistern. Zu den größten Erfolgen des Unternehmens zählen die Entwicklung des erstmals 1979 ver-
kauften Walkmans und des ersten CD-Players der Welt drei Jahre später.
Auf der Suche nach einem geeigneten Markennamen einigten sich die beiden nach langer Diskussionen auf den Namen "Sonny", abgeleitet vom lateinischen Wort "sonus" (Klang) und dem englischen "sonic"(Schall). Nicht zuletzt ähnelte der Name dem damals häufig verwendeten Begriff für gutgelaunte und clevere Burschen: "Sunnyboys". Ferner be-
deutet "sonny" auf Japanisch soviel wie "kleiner Junge". Aufgrund juristischer Probleme wurde aus "Sonny" kurzerhand "Sony". Bemerkenswert bleibt, dass die Marke auch in Deutschland äußerst erfolgreich ist, obwohl der Name ausgesprochen eigentlich wie
"So nie" anklingen lässt.

Spam
Der Markenname ist heute weltweit bekannt, wenn auch kaum noch einer an die gleich-namige Dosenmarke denkt. Der Name entstand 1937 bei einem Namenswettbewerb der amerikanischen Firma Hormel. Diese suchte einen Namen für ihre mit Schinken abgefüllten Konservendosen, die bis dahin einfach als "Hormel Spiced Ham" verkauft wurden. Der Vorschlag des Siegers war es, den Schinken einfach als "Spam" zu vermarkten.
Und Spam alias massenhafter E-Mail Werbemüll? Zunächst vergingen 33 Jahre bis 1970
in der englischen Fernsehreihe "Monty Pyhton's Flying Circus" folgender Sketch gezeigt wurde: In einem Cafe sitzen mehrere Leute. Ein Herr fragt, was es so gibt. Die Kellnerin antwortet: „Wir haben, Eier und Schinken, Würstchen und Schinken, Eier und Spam,
Speck mit Spam und Wurst mit Spam und Spam mit Spam...... und Hummer Thermidor mit Sauce a la Mornay, garniert mit Pastete, Brandy und einem Spiegelei und darauf Spam“. Seine Frau fragt ob es auch etwas ohne Spam gibt, worauf die Kellnerin antwortet, dass es auch anderes gibt - mit ganz wenig Spam. „Aber ich will überhaupt keinen Spam!“
Doch Fehlanzeige. Es gibt immer nur irgendwie Spam dazu. Drei Jahrzehnte später wiederum wurde das Phänomen, Unmengen an Werbe Mails ungefragt an E-Mail und
SMS-Adressen zu schicken, dem Monty Phyton Sketch zu Ehren danach benannt. Ist
ja auch verständlich, denn wer will schon würzigen (pikanten) Schinken? Dazu noch,
ohne ihn je bestellt zu haben? Zu dumm, wenn man Vegetarier ist ... wie übrigens fast
alle Internetnutzer es zu sein scheinen! Und wer's nicht ist, hat Probleme, den Speck zwischen all' dem Schinken zu finden.


Spar

Spar - Die heute international bekannte Supermarktkette entstand 1932, als der hollän-dische Lebensmittelgroßhändler Adriaan van Well aus Zoetermeer mehrere seiner
Kunden zu Partnern machte, und so die erste auf freiwilliger Teilnahme basierende Handelskette gründete, die es kleinen und mittelständischen Groß- und Einzelhändlern
ermöglichen sollte, gegenüber großen Handelskonernen und Genossenschaften be-
stehen zu können. Auch wenn der ein oder andere vermuten mag, dass der Marken-
name "Spar" vom Imperativ für "sparen" abgeleitet sein mag, so entstand der Name
tatsächlich aus den Anfangsbuchstaben des holländischen Slogans "Door Eendrachting
Samenwerken Profiteren Allen Regelmatig", was soviel bedeutet wie "durch einträchtiges
Zusammenwirken profitieren alle regelmäßig": "Despar" bzw. einfach "Spar" (vgl. hierzu auch die Entstehung des > Spar-Logos).


Spiegel
Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges wollten die britische Besatzungsmacht ein "News Magazine" in Deutschland etablieren, um auf diesem Wege auch in der Presse wieder zur Normalität zurückzukehren. So begann Rudopf Augstein mit weitren Redakteuren 1946 mit der Herausgabe von "Diese Woche". Die drei übrigen Besatzungs-mächte waren mit dem "Britisch Paper" nicht einverstanden und so sollte die 4. Auflage in Berlin Wort für Wort zensiert werden. Daraufhin weigerte sich die deutsche Redaktionsteam, weiterzumachen, woraufhin die britische Regierung ad hoc eine vorläufige Lizenz erteilte. Bedingung: Bis zum nächsten Morgen mußte ein neuer Titel her. Augstein überlegt und fragte seinen Vater, was besser klinge, "Der Spiegel" oder "Das Echo". Ersterer stieß auf Widerhall bei Augsteins Vater und wie sich zeigte, auch der deutschen Leserschaft, der das Nachrichtenmagazin seitdem Woche für Woche den "Spiegel" vorhält.

Sprint

Die zu den größten Telekommunikationsunternehmen der USA zählende Firma wurde
1899 von Cleyson L. Brown als "Brown Telephone Company" in Abilene, Kansas ge-gründet und 1942 in "United Utilities" und 1972 in "United Telecommunications" um benannt. 1986 wurden Ferngespräche erstmals unter dem heutigen Firmennamen vermarktet. Da das Unternehmen die Infrastruktur der Bahn nutzte, um Glasfaserkabel quer durch Nordamerika legen zu können, entstand der Markenname aus der Abkürzung von
"Southern Pacific Railroad Internal Communications": Sprint.

Starbucks
Die Erfolgsgeschichte der Kaffeehauskette begann 1982, als Howard Schultz als Marketing- und Vertriebsdirektor in beim Kaffeeröster eintrat, das bereits 1971 sein
erstes Lokal eröffnet hatte. Ein Jahr später kehrt Schultz von Italien zurück, ganz be-
geistert von der Popularität von Espressobars in Mailand. Er überzeugt die Gründer von Starbucks, das Kaffeebarkonzept an einem neuen Standort zu testen. 1985 verläßt Schlultz das Unternehmen, gründet "Il Giornale" und offeriert zubereiteten Kaffee und Espresso, hergestellt mit Starbucks Kaffeebohnen. Zwei Jahre später übernimmt er "Starbucks" gemeinsam mit lokalen Investoren und eröffnet im gleichen Jahr bereits das
17. Kaffeehaus. Der Name stammt vom ersten Maat aus Herman Melvilles Roman
Moby Dick, der als Kaffeeliebhaber bekannt war: "Starbucks" (vgl. hierzu auch die Entstehung > Starbucks-Logos).

Stern
Die Ursprünge der populären Publikumszeitschrift liegen bei der Jugendzeitschrift "Zick-Zack". Diese wurde 1948 von Henri Nannen übernommen und sollte einen "Stern der
neuen Hoffnung" für junge Menschen darstellen. Der "Stern der neuen Hoffnung"
prägte wenig später auch den Namen der mit einer wöchentlichen Auflage von über
1 Mio. Exemplaren größten Publikumszeitschriften in Deutschland: Den Stern.

Strenesse
Die einzige selbständige deutsche Designermarke mit Sitz im süddeutschen Nördlingen wurde Ende der 60er Jahre von Gerd Strehle eingeführt. Er hatte zuvor die 1949 von seinen Eltern gegründete Firma Strehle KG übernommen und diese seit 1973 zusammen
mit seiner Frau, der jungen Modedesignerin Gabriele Strehle zu einer internationalen Modemarke ausgebaut. Das Unternehmen ist heute in über 30 Ländern vertreten. Der Markenname entstand durch Kombination des Familiennamens der Inhaber "Strehle"
und dem französischen Wort "jeunesse" für Jugend: Strenesse.

Subaru
Der japanische Hersteller von allradgetriebenen Pkws wurde 1917 von Chikohai Nakajiama in Ota gegründet und produzierte später Kampfflugzeuge für die japanische Luftwaffe. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das mittlerweile als Nkajiama Aircraft Co. Ltd. firmierende Unternehmen zerschlagen und als Fuji Sangyo zur Herstellung ziviler
Produkte wiedergegründet. 1950 wird das Unternehmen in 12 Firmen aufgeteilt. 1953 wiederum wird es Fuji erlaubt, sechs der 12 Firmen wieder zu einem Unternehmen zu vereinen. Als Fuji Heavy Industries verkauft das Unternehmen 1957 seine ersten Autos,
in Anlehnung an die Wiedervereinigung der sechs Unternehmen, als "Subaru", japanisch
für "vereinen" (vgl. hierzu auch die Entstehung des > Subaru--Logos).

Sun
Das heute zu den führenden Anbietern von Produkten, Technologien und Services für Network Computing zählende Unternehmen wurde im Frühjahr 1982 von den vier Stu-denten Bill Joy, dem aus dem Allgäu stammenden Andreas von Bechtolsheim, Scott McNealy und Vinod Khosla an der Stanford University gegründet. Die vier hatten auf
die Anregung von Ex-Intel-Ingenieur John Doerr über's Wochenende einen 5-seitigen
Business Plan verfasst, diesen Montags präsentiert und bekammen sie ihr Startkapital bewilligt.
In Anlehnung an die urspüngliche Idee, ihr Produkt an die eigene Universität verkaufen
zu können, nannten die vier Firmengründer ihr Unternehmen "Stanford University Net-work", kurz Sun.

Swatch
Die heutige Schweizer Swatch-Group ging aus den beiden 1930 bzw. 1931 gegründe-
ten Schweizer Uhrenherstellern "Société Suisse pour l'Industrie Horlogére" (SSIH) mit Marken wie > Omega und "Tissot" und der "Allgemeine Gesellschaft der Schweizer Uhrenindustrie AG" (ASUAG) mit Marken wie "Longines" und "Rado" hervor, die in den
70er Jahren beide aufgrund asiatischer Wettbewerber in Schwierigkeiten geraten waren. 1983 wurden die beiden Uhrenhersteller von dem 1979 von den Banken als Sanierer eingesetzten Nicolas G. Hayek zusammengeführt und 1985 in "Société Suisse de Micro-électronique et d'Horlogerie" (SMH) umbenannt. Zwei Jahre zuvor, 1983, kam
bereits die erste "Swiss Watch", kurz "Swatch", auf den Markt, die ab 1984 zum Verkaufsschlager avancierte und das ab 1998 in "Swatch Group" umbenannte Unternehmen zum größten Uhrenhersteller der Welt machte.

SWR
Der führende Rundfunksender Deutschlands entstand 1998 aus der Fusion von SWF
und SDR. Während der SWF aus dem 1946 durch die französische Besatzung ge-gründeten Sender "Radio Koblenz" hervorging, der 1949 in "Südwestfunk" umbenannt wurde, entstand der SDR bereits 1924 als "Süddeutsche Rundfunk AG" (SÜRAG). Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Sendebetrieb zunächst wieder als "Radio Stuttgart" aufgenommen bevor 1949 die Umbenennung in "Süddeutscher Rundfunk" erfolgte.
Der Name des 1998 gegründeten "Südwestrundfunks", kurz SWR entstand durch eine Kombination der beiden früheren Sendernamen.

   

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