Markenstrategie: Konzept und Vorgehen Markennamen von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen Marken- und Künstlernamen von Sängern, Schauspielern, Sportlern und sonstigen Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens Markenlogos: Wortmarke, Bildmarke/Symbole und Charaktere Slogans: Kurze, markante Phrasen zur Marke und ihrer USP
 
 
 
   
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Saab Saab - Das Logo des heute zum holländischen Kleinserienhersteller "Spyker" gehör-
enden Autoherstellers ist einem mythologischen Greifvogel nachempfunden, der sich
auf dem Wappen des Grafen von Skane abgebildet findet und auf diese Weise zum
Symbol für die schwedische Provinz Skane wurde, wo das Unternehmen einst ge-
gründet wurde. So erklärt sich auch der Markenname Scania: Die lateinische Über-
setzung von Skane.



Sagrotan - Das bekannte Desinfektionsmittel wurde bereits 1889 von der Firma
Schülke & Mayr zur Bekämpfung der Cholera eingesetzt. Der 1913 entstandene Markenname und damit auch das Logo gehen zurück auf den damaligen Geschäfts-
führer Arnold Groethuysen. Dieser kombinierte die erste Silbe des lateinischen Wortes "sanus" für "gesund, heil" mit den ersten drei Buchstaben und dem "t" seines Familien-namens sowie der beliebigen Endsilbe "-an". Als symbolische Verkörperung wählte er
die griechische Göttin Hygieia, die als Tochter von Äskulap als Quelle von Gesundheit
und Wohlergehen gilt.



Sarotti - Das einen Schwarzen zeigende Logo des Herstellers von Schokoladen-
pralinés, das einst von Hugo Hofmann gegründet wurde, geht zurück auf den
Straßennamen des Firmensitzes, die Mohrstraße in Berlin. Mohr ist eine andere
Bezeichnung für Schwarzer.





Saturn

Saturn - Sowohl der gleichnamige amerikanische Autohersteller als auch die zum
Metro-Konzern gehörende deutsche Unterhaltungselektronikkette haben ihre Logos
ihren Firmennamen entlehnt: dem Planeten Saturn.








Schneekoppe

Schneekoppe - Das Logo des Herstellers gesundheitsfördernder und diätischer Nahrungsmittel ist dem Firmennamen entlehnt. Unternehmensgründer Fritz Klein wählte
1953 den Namen des höchsten Berg des Riesengebirges, weil er schon von früher Kindheit ein von der Schneekoppe fasziniert war.




Schwan-Stabilo Schwan-Stabilo - Der für seine fluoreszierenden Markierungstifte bekannte deutsche Mittelständler wurde 1855 als Bleistiftfirma Großberger & Kurz gegründet und zehn
Jahre später von Gustav Schwanhäußer übernommen, der den ersten Teil seines Familiennamens als Logo wählte. Bei Hempe heißt es dazu:
"Bald darauf gehörte der Schwan bereits als unverwechselbares Zeichen zum Unternehmen. Naheliegend die Abkürzung des Nachnamens, gilt der Schwan auch
als Symbol der Reinheit und Schönheit und soll somit die Produkte aufwerten.
Darüberhinaus ist er das Zeichen von Martin Luther, und auf vielen evangelisch-
lutherischen Kirchen zu sehen – somit zusätzlich ein wichtiger Aspekt für die
protestantische Familie Schwanhäußer."
(Eine Unternehmensgeschichte im Zeichen
des Schwans, 2005, S. 20)



Shell

Shell - Das Muschellogo des holländisch-britischen Ölmultis geht zurück auf den Unter-
nehmensgründer Marcus Samuel. Dieser gründete 1897 sein ursprünglich auf Transporte ausgerichtetes Unternehmen, das er im Jahr 1900 seinem Vater - einem mit wertvollen
und
dekorativen Kammuscheln aus Fernost handelnden Händler - zu Ehren "Shell
Transport and Trading Company Ltd." nannte. Bereits 1904 hatte sich das Logo zum
Abbild einer Kammuschel entwickelt und wurde seitdem insgesamt sieben Mal über-
arbeitet. Das bis heute fast unverändert verwendete Logo von 1971 wurde vom
amerikanischen Industriedesigner Raymond Loewy entworfen.


Logo-Historie von Shell


It's not a trick ... it's a sony

Sony - Die Wortbildmarke des Telekommunikations- und Unterhaltungselektronikher-
stellers entstand aus dem Namen "Sonny", abgeleitet vom lateinischen Wort "sonus" (Klang) und dem englischen "sonic"(Schall). Angeblich hat bei der Auswahl durch die beiden Gründer auch der ähnlich klingende Begriff "Sunnyboys" für gutgelaunte und clevere junge Männer eine Rolle gespielt. Aufgrund juristischer Probleme wurde aus "Sonny" kurzerhand "Sony".


Logo-Historie von Sony


Spar

Spar - Die heute international bekannte Supermarktkette entstand 1932, als der hollän-dische Lebensmittelgroßhändler Adriaan van Well aus Zoetermeer gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Groß- und Einzelhändlern die erste auf freiwilliger Teilnahme basierende Handelskette gründete. Wider Erwarten wurde der Markenname "Spar" nicht vom Imperativ für "sparen" abgeleitet, sondern aus den Anfangsbuchstaben des holländischen Slogans "Door Eendrachting Samenwerken Profiteren Allen Regelmatig", was soviel bedeutet wie "durch einträchtiges Zusammenwirken profitieren alle regel-mäßig". Aus "Despar" wurde "Spar" und da im Holländischen "De Spar" gleichbedeutend mit "Tanne" ist, wählte man als Logo den Nadelbaum.

Logo-Historie von Spar seit 1932


Sparkasse

Sparkasse - Die erste deutsche Sparkasse nach heutigem Verständnis wurde 1778
in Hamburg gegründet. Bald darauf folgten weitere Gründungen in Oldenburg, Kiel und
Altona und Baden-Württemberg, wo 1818 in Stuttgart die Württembergische Spar-Casse
eröffnete. Das erste bekannte Logo wurde ab 1925 verwendet. Es zeigte in der Mitte
ein Gesicht mit Hut, wobei die Augen aus den Buchstaben "D" und "G" gebildet wurden.
Das Logo wurde eingerahmt durch den Slogan "Spare bei der Sparkasse". 1943 folgte
das vom Wiener Plakatkünstler Lois Gaigg entworfene Logo, das eine zur Sparbüchse
stilisiertes Sparkassen "S" mit Einwurftülle und einer darüber befindlichen, als Kreis stilisierten Münze zeigte. Das heutige rote Logo (HKS 13) wurde 1971 von dem Designer
Otl Aicher entworfen. Es basiert weitestgehend auf der Gestaltung von 1938. Der Ein-kauftrichter wurde von Aicher entfernt und der Buchstabe "S" stärker abgerundet.
Es sei angemerkt, dass viele, insbesondere jüngere Deutsche heute der Meinung sind,
dass es sich um ein umgedrehtes Fragezeichen handelt.

Logo-Historie der Sparkasse seit 1925


STAEDTLER









STAEDTLER-"Marskopf"-Logo

STAEDTLER Mars - Die Geschichte des weltweit bekannten Herstellers von Schreib-
und Zeichengeräten begann bereits lange bevor sich Johann Sebastian Staedtler 1835
mit der Herstellung von holzgefassten Stiften selbständig machte und die Firma "J.S. Staedtler" gründete. Bereits 1662 wurde einer seiner Vorfahren, Friedrich Staedtler,
ein "Bleiweißsteftmacher", in den Büchern Nürnbergs erwähnt. Fünf Jahre nach dem Firmenstart wurden bereits 63 verschiedene Bleistiftsorten produziert und 1866 stellten
die 54 Mitarbeiter bereits 2,16 Mio. Stifte pro Jahr her.
Just zu jener Zeit begann man bei STAEDTLER, verschiedene Produktgruppen aufzu-
bauen und mit eigenen Markennamen zu versehen. Bei der Benennung des Premium-segments ließ sich STAEDTLER vom strahlenden roten Planeten Mars inspirieren, der
nach dem gleichnamigen römischen Kriegsgott benannt worden war. Im Jahre 1900
wurde "Mars" als Produktname beim Kaiserlichen Patentamt angemeldet.

Marskopf-Logohistorie von STAEDTLER 1925-2001 (schwarz-weiß)
(inklusive zweier Abbildungen davor, von 1908 und 1912)

Parallel zum Namen wurde auch die "marsblaue" Politur eingeführt, die bis heute das
Premiumsegment von STAEDTLER kennzeichnet. Der "Marskopf" fand erstmals 1925
auf den Packungen des Mars-Kopierstifts Verwendung. Dabei wurde von den typi-
schen Attributen des Kriegsgotts wie Helm, Schild und Schwert bzw. Lanze, der
Helm als Teil des Mars-Logos von STAEDTLER übernommen, 1951 als Bildmarke an-
gemeldet und ein Jahr später eingetragen. Damals wurde der "Marskopf" zudem in
den STAEDTLER Unternehmensschriftzug integriert, als Symbol für die Marken-eigenschaften "Sicherheit" und "Vertrauen". Im Zeitverlauf wurde das Logo mehrfach
im Aussehen verändert, d.h. schrittweise vereinfacht. Ab 1973 war der Marskopf
nur noch sehr skizzenhaft zu erkennen, weshalb man sich bei STAEDTLER 2001
dazu entschied, der Darstellung des Marskopfes wieder mehr Gestalt zu geben.

Marskopf-Logohistorie von STAEDTLER 1925-2001 (farbig)


Starbucks Starbucks - Die Erfolgsgeschichte begann 1971 mit der Eröffnung der ersten Filiale
der ersten von heute insgesamt über 130.000 > Starbucks Coffee Houses. Aber erst
1982 entwickelte sich das Starbucks mit dem Eintritt von Howard Schultz in das Unter-
nehmen von einer Kaffehandlung zu einem der weltweit führenden Kaffeehäuser mit wöchentlich mehr als 40 Mio. Gästen weltweit, die die "Coffee Houses" für viele Stamm-
gäste zum "Dritten Ort" neben dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz haben
werden lassen. Das Logo selbst zeugt noch heute von der tiefen Verwurzelung des Unternehmens mit seinem von Seen umgebenen und ganz in der Nähe des Meeres be-
findlichen Firmensitz in Seattle, Washington State. Nicht nur der an die Seefahrertradition der ersten Kaffeehändler erinnernde Markenname (vgl. hierzu die Entstehungsge-
schichte von > Starbucks), sondern auch das Logo zeugen von den Ursprüngen
der Seefahrt und des Kaffeehandels. Aus diesem Grund hat man beim Logo die Dar-
stellung einer Meerjungfrau gewählt. Interessanterweise hatte die Meerjungfrau an-
fangs noch sichtbare Brüste, die später der US-amerikanischen Prüderie zum Opfer
gefallen sind.

Subaru Subaru - Die sechs, in einem Oval dargestellten Sterne des japanischen Herstellers
von Allradfahrzeugen symbolisieren das Sternenbild der Pleiaden. Dabei handelt es
sich um die sechs Töchter von Atlas und Pleione, deren Schönheit den Jäger Orion
derart becircte, dass dieser ihnen jahrelang nachstellte. Göttervater Zeus hatte
schließlich Erbarmen mit ihnen und erlöste sie von ihrer körperlichen Gestalt und
ließ sie als Gestirne vom Himmel leuchten. In Anlehnung an die griechische Mythologie
wählten die sechs Unternehmen, die sich 1953 zu Fuji Heavy Industries zusammen-
schlossen das Sternenbanner als Logo.



Südtirol (seit 2005) Südtirol - Das Urlaubs- und Genussland hat 2005 gemeinsam mit > MetaDesign eine
Dachmarke entwickelt, die die unterschiedlichen Kräfte der Region bündelt und die
Position im intensiven Wettbewerb  stärkt. Sowohl touristische Dienstleistungen als
auch die heimischen  Produkte treten unter dem Logo auf und signalisieren so klar ihre Herkunft.
Herzlich und kantig, kraftvoll und kontrastreich. Das neue Logo  strahlt aus, was Süd-
tirol im Kern ausmacht: die kontrastreiche  Symbiose aus alpin und mediterran, Spontan-
eität und Verlässlichkeit, Natur und Kultur.Die Wortmarke Südtirol basiert auf einer Hand-
skizze und verbindet in ihrem Charakter Tradition, Moderniität und Offenheit mit für Süd-
tirol typischen Augenzwinkern. Das stilisierte Dolomiten-Panorama spiegelt in seinen
Farben die Natur und Kontraste des Landes wieder. So steht das Blau für die Frische
der Milch und den Winter, das Grün für die Äpfel, Wiesen und Wälder, das Rot für den
Speck und den Wein und das Gelb für 300 Sonnentage im Jahr.



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wir uns über eine E-Mail von Ihnen an info@markenlexikon.com sehr freuen.



   

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