Markenstrategie: Konzept und Vorgehen Markennamen von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen Marken- und Künstlernamen von Sängern, Schauspielern, Sportlern und sonstigen Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens Markenlogos: Wortmarke, Bildmarke/Symbole und Charaktere Slogans: Kurze,  markante Phasen zur Marke und ihrer USP
Camel-Werbung von 1938
 
 
   
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Camel
Die 1875 von Richard Joshua Reynolds in Winston/North Carolina gegründete Tabak-Fabrik nannte eine ihrer Zigarettenmarken "Camel", u.a. weil zu jender Zeit "Exotik" im Trend lag. 1913 startete die erste "Werbekampagne" für Camel als ein Zirkus nach Winston kam. Die Öffentlichkeit wurde auf die Zigarettenmarke mit Slogans wie "The Camels are coming"
und einer Zeichnung von "Old Joe", dem Dromedar des Zirkus, aufmerksam gemacht.
Ein Foto des Dromedars diente wenig später als Vorlage für die Illustration derZigar-
ettenverpackung.


Camper

Auch wenn für viele die Marke zunächst mit "Camping" verbundene Assoziationen
weckt, so handelt es sich doch um den erfolgreichen, auf der Insel Mallorca beheimateten Schuhersteller. Der Unternehmenserfolg begann 1975, als Lorenzo Fluxa von seinem
Vater den Familienbetrieb Lottusse übernahm. Er begann damit, Unisex-Schuhe im Stil
von Espandrillos zu vermarkten, die traditionellen Bauernschuhen nachempfunden waren
und auf diese Weise Stadtmenschen ansprachen, die ländliches Schuhwerk tragen wollten. Und wie kamen die Camper-Schuhe zu Ihrem Namen? "Camper" bedeutet im Katalanischen soviel wie "Bauer".


Canon Mit finanzieller Hilfe eines Arztes entwickelte der Japaner Goro Yoshida 1935 eine eigene, preisgünstige Kamera nach europäischem Vorbild. 1937 als Precision Optical Insutry Co. Ltd. gestartet, nannte Yoshida seine erste Kleinbild-Schlitzverschluß-Kamera "Kwanon", nach dem Namen der buddistischen Göttin der Barmherzigkeit. Da er eventuelle religiöse Anfeindungen befürchtete, leitete Yoshida wenig später hieraus den Name Canon ab, griechisch für Maßstab.

Capri-Sonne Als die Wild-Gruppe 1969 zum ersten Mal das Erfrischungsgetränk in einer 9,5x14 cm großen, flexiblen Verpackung auf den Markt brachte, wurde bei der Namensfindung den Urlaubsträumen und -sehnsüchten der Deutschen in den 60er und 70er Jahren Rechnung getragen. Da für die meisten Deutschen damals die kleine Mittelmeerinsel Capri das ulti-mative Urlaubsziel darstellte, wurde das Erfrischungsgetränk einfach nach der sonnigen Insel benannt.

Carlsberg Mitte des 19. Jahrhunderts begann J. C. Jacobsen seine Karriere als Bierbrauer in der Brauerei seines Vaters in der Stadtmitte von Copenhagen. Aufgrund der unerträglichen hygienischen Zustände in der Hauptstadt entschloß sich Jacobsen nach einer ge-eigneteren Produktionsstätte zu suchen. Fündig wurde er in Valby, einer kleinen Stadt außerhalb, die viel Licht, frische Luft, sauberes Wasser und reichlich Platz bot. Dort erbaute er auf einem Hügel seine neue Brauerei, die er Carlsberg nannte, zusammen-gesetzt aus dem Vornamen seines fünfjährigen Sohnes Carl und dem dänischen Wort
für Hügel: "Berg".


Casio 1946 gründete der japanische Ingenieur Tadao Kashio das Unternehmen "Kashio Seisansho", das sich zunächst u.a. mit der Herstellung von Flugzeugteilen befasste.
Tadaos Bruder Toshio schlug später vor, dass man einen Taschenrechner entwickeln solle, was er dann auch zusammen mit seinen drei jüngeren Brüdern tat. 1957 wurde
dann mit dem "14-A" der erste Taschenrechner der aus dem Familiennamen abgeleiteten, neu gegründeten "Casio Computer Co. Ltd." vermarket.

Chio Der Ursprung der Chio-Chips geht zurück auf das Jahr 1962, als die Familie von Opel auf dem Hofgut Petersau bei Frankenthal in der Pfalz mit der Herstellung von Knabberartikeln und Kartoffelchips begann. Der Name ist eine Kombination aus den Vornamen und dem Nachnameninitial der Gründungsfamilie Carl, Heinz und Irmgard von Opel.

Chupa Chups

Die heute weltweit in 170 Ländern erhältliche Lutschermarke entstand 1958 als dem
Katalanen Enric Bernat, einem Zuckerbäcker aus Barcelona, auffiel, dass die ange-
botenen süßen Mocken für Kindermünder viel zu groß waren. Die Mütter mussten
deshalb ihren Kleinen danach immer den Mund abwischen, was den Kindern hörbar
mißfiel. Bernat fertigte daraufhin kleinere Zuckerkugeln und steckte sie zunächst
auf eine Metallgabel, später auf ein Holzstäbchen. Heute werden die jährlich mehr
als 4 Milliarden Lollys, die in 50 Geschmacksrichtungen erhältlichen sind, auf Plastik-
stängeln verkauft, wie jedes Kind bestens weiß.
Und wie entstand der Markenname? Bernat leitete den Namen ab vom spanischen
Verb "chupar" für lutschen, saugen bzw. vom spanischen Wort "chupador, chupette"
für Lutscher: So kam Chupa Chups in aller Munde, im wahrsten Sinne des Wortes!
Das dazugehörige Blümchenlogo entwarf Ende der 1960er Jahre kein Geringerer
als der heute weltbekannte Maler Salvador Dalí , selbst eine große Marke!

Cisco

Die beiden Informatik-Wissenschaftler der Stanford Universität, Len Bosack und Sandy Lerner, gründeten 1984 das heute zu den führenden Anbietern von Routern und
Switchern für Internet-Netzwerke zählende Unternehmen. Den Unternehmensnamen leiteten die beiden ab aus den letzten beiden Silben des Standortes ihres Unternehmens
in San Francisco, das als "Tor zum Pazifik" gilt: Cisco.

CNN 1970 erwarb R.E. ("Ted") Turner eine kleine in Schwierigkeiten geratene Radiostation,
die er nach weiteren Akquisitionen 1979 in Turner Broadcasting System, inc. (TBS) umbenannte. 1980 starte er den ersten 24-Stunden sendenden reinen Newskanal
CNN, abkgekürzt für Cable News Network.

Coca-Cola

Der weltberühmte Markenname entstand 1886 als der Apotheker Dr. John S. Pemberton
in Atlanta in seinem Hinterhof in einem Kessel eine karamelfarbene Flüssigkeit zusammen-braute, die ursprünglich als Mittel gegen Kopfscherzen, Schwäche und Müdigkeit ange-dacht war. Zunächst wurde das Sirup in seiner Apotheke verkauft. Den passenden
Namen erfand sein Geschäftspartner und Buchhalter Frank M. Robinson, der aus den verwendeten Ingredienzen, Kokablätter und Kolanüsse, Coca-Cola ableitete und den
noch heute praktisch unverändert verwendeten Schriftzug schuf. Der auch für Kokain stehende Begriff Coca lässt vermuten, das damals noch ein geringer Anteil an Rausch-
mitteln im Getränk enthalten war. Dies legt auch der in den Anfängen verwendete
Slogan "Esteemed Brain Tonic and Intellectual Beverage" nahe (vgl. hierzu auch die
Entstehung des > Coca-Cola Schriftzugs).


Compaq Das 1982 von Rod Canion, Jim Harris und Bill Murto in Houston gegründete (und heute
zu HP gehörende) Unternehmen produzierte den ersten tragbaren Computer der Welt
und erreichte damit bereits im zweiten Geschäftsjahr einen Umsatz von 111 Mio. Dollar.
Der Firmen- und Produktname entstand aus der Kombination der beiden Morpheme
"com" und "paq". Während "com" für "computer" und "communication" steht, wurde
"paq" verwendet, weil es ein kleines, integriertes Objekt beschreibt und im Gegensatz
zu den gebräuchlicheren Morphemen pak, pac und pach eher wissenschaftlich klingt
und ungewöhnlich erscheint.


Continental Im gleichen Jahr, indem das Deutsche Reich proklamiert wurde, 1871, wurde in Hannover der internationale Reifenhersteller als "Continental-Caoutchouc- & Gutta-Percha Compagnie" aus der Taufe gehoben. Der Begriff entsprach dem damaligen Zeitgeist und beinhaltete "Größe", "Stärke" und "Internationalität als Kontrast zur gerade zu Ende gegangenen Kleinstaaterei. Viele Unternehmen der damaligen Zeit verwendeten den Begriff, z.B. Continental-Glaslaternen. Zudem konnte der Name auch international ohne Übersetzung verwendet werden (vgl. hierzu auch > VDO)

Cor

Im Herbst 1954 gründete > Interlübke-Gründer Leo Lübke im Namen seines 18-jährigen
Sohnes Helmut zusammen mit S.D. Adolf Fürst Bentheim-Tecklenburg eine "Fabrik zur
Herstellung von Polstermöbeln". Im darauf folgenden Jahr begannen die drei in Rheda-
Wiedenbrück Polstermöbel zu fertigen, die sie unter dem lateinischen Namen für "Herz"
vermarkteten: Cor. Die Ideen zum "Herz" stammt vom fürstlichen Wappen des Mitbe-
gründers, dessen fürstliches Wappen drei Herzen ziert.


COS Die Zweitmarke des bis Mitte März 2007 als Monomarkenanbieter agierenden Textil-
händlers > Hennes & Mauritz wurde mit der Eröffnung des ersten Verkaufsladens
in London eingeführt. Die anspruchsvollere Marke fängt preislich dort an, wo > H&M
aufhört. Der Name selbst ging als Abkürzung aus dem eigenen Anspruch an die in den
Geschäften präsentierten Modecollektionen hervor: "Collection of Style", zu Deutsch
"Stilsammlung" oder kurz einfach COS (was im Englischen, ob beabsichtigt oder nicht,
klangbildlich auch an die Kurzform von "because" erinnert: "cause").

C&A Die aus Mettingen stammende Unternehmerfamilie Brenninkmeijer handelte seit dem 17. Jahrhundert mit Textilien und Leinen. Nachdem die beiden Brüder Clemens und August Brenninkmeijer 1841 in Holland ein Lager für Textilien errichtet hatten, wurde dort 1861
das Unternehmen C&A gegründet und das Lager zum Verkaufsort für Kleidung um-
funktioniert. Der Firmenname enstand aus den Initialen der Vornamen der beiden
Brüder Clemens und August.

   

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