Markenstrategie: Konzept und Vorgehen Markennamen von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen Marken- und Künstlernamen von Sängern, Schauspielern, Sportlern und sonstigen Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens Markenlogos: Wortmarke, Bildmarke/Symbole und Charaktere Slogans: Kurze,  markante Phasen zur Marke und ihrer USP
Für Google Plus gibt's von uns markentechnisch ein Minus. Sorry, Google! Sucht weiter (nach einem gescheiten Namen!)
 
 
 
   
  Powered by Google

News-Archiv:



> Fanzahlen im "Facebook Markenranking 2011" erreichen ungeahnte Höhen
> Die Drogeriemarktkette Schlecker hat neue Markenwerte im Angebot
> Sport- & Automarken dominieren Facebook Dax-30-Markenranking
> Management-Newsletter


Mit Google Plus markentechnisch auf dem Holzweg

11.07.2011 - Wer einen Markt revolutionieren oder ein neues Marktsegment erschaffen und langfristig dominieren
möchte, braucht dazu einen neuen Namen. Vorgemacht haben es in den letzten Jahren Amazon, eBay und Skype
sowie Facebook, Twitter und Google. Facebook ist die Nr. 1 bei sozialen Netzwerken, Twitter führend beim Mikro-
blogging und Google die weltweit führende Suchmaschine. Mission erfüllt.

Als klare Nr. 1 nun zu versuchen, mit der gleichen Marke ein zweites Segment zu dominieren funktioniert nicht oder
nur ganz selten (z.B. wenn sich, aus welchen Gründen auch immer, keine ernst zu nehmenden Konkurrenten
herausbilden).

Das weltweit führende Videoportal? YouTube. Das weltweit führende Betriebssystem für mobile Endgeräte? Genau,
Android. Beides Google-Marken, beide zugekauft. Nur bei eigenen Neuerfindungen macht Google den gleichen Fehler
wie viele andere Unternehmen auch. Es bringt die revolutionäre Lösung als schnöden Anhang heraus: Google+.

Google ist mit seinem Suchmaschinen Add-on markentechnisch auf dem Holzweg. Statt Google Plus gibt es von
Markenstrategen wie Michael Brandtner, Laura Ries und mir für die Namensgebung nur ein Minus: Google-.

Nicht, dass das Konzept schlecht wäre. Nein! Im Gegenteil. Der neue Nachrichtenkanal mit selbst gewählten In-
halten ist äußerst vielversprechend. Nur die Vermarktung als Google Appendix ist schlicht und ergreifend falsch!

Eine eigenständige Lösung, die in der Lage ist den Bereich Social Media (mit Betonung auf Media!) zu revolutionieren
und das Potenzial hat, Facebook als Hype-Thema im Web abzulösen, braucht einen eigenständigen Namen. (Und wenn
die Strategie dann später doch nicht aufgehen sollte, verschwindet die Marke einfach wieder vom Markt und Google
könnte den Suchmaschinenmarkt unbeschadet weiter dominieren).

Deshalb gilt: Google ist die weltweit führende Suchmaschine. Punkt! Die neue Lösung von Google ist, ja was ist sie?
Google Plus? Nein! Eine neue, bahnbrechende Lösung braucht einen eigenen Namen!

Als Fazit bleibt:
Die neue Googlelösung scheint genial,
die Namensgebung ist ein Skandal!


P.S.: Im Folgenden, inspiriert von einem aktuellen Kommentar von Sascha Lobo,
die zentralen Unterschiede zwischen Google+ und Facebook:

(1) Facebook = Goliath im sozialen Netz Kolumne "Wem Google+ wirklich Konkurrenz macht" von Sascha Logo bei Spiegel Online
(Umsatz pro Nutzer: 4 Euro/Jahr)
Zentrale Frage: Wer bist Du? (soziale Orientierung)
Grundverständnis: Kontakte sind soziale Verbindungen
Geschäftsbasis: Sozial begründete, gegenseitige Beziehungen

(2) Google+ = Goliath der werbefinanzierten Medienwelt
(Umsatz pro Nutzer: 24 Euro/Jahr (Google!))
Zentrale Frage. Was interessiert Dich? (mediale Orientierung)
Grundverständnis: Kontakte sind Informationsquellen
Geschäftsbasis: Nachrichtenkanal mit selbst gewählten Inhalten

         Neuere News       Frühere News


Hier geht's zur Startseite von Markenlexikon.com