Handel im Wandel - Die Top 10 der Werbetreibenden 2003
24.03.2004 - Wer glaubt, die deutschen Handelsunternehmen, allen voran die führenden
Discounter Aldi, Lidl, Plus & Co. seien aufgrund ihrer
Billigpreis-strategie bei ihrer Kommunikation genauso preisbewußt,
hat sich getäuscht. Ohne Werbung läuft bei der Markenführung
heutzutage fast gar nichts mehr, auch nicht bei den "Händlern".
Übersicht: Top
25 der Werbetreibenden in Deutschland (2003)
Unter derTop 10 der Werbetreibenden in Deutschland befinden
ist 2003 fünf Handelsunternemen: Lidl auf Platz 2
investierte 2003 stolze 270 Mio. € (+27% gegenüber
dem Vorjahr), dicht gefolgt vom Handelskonzern Metro (Media
Markt und Saturn) auf Platz 4 mit 247 Mio. € (+3%). Platz
6 wiederum belegt Aldi mit Bruttowerbeinvestitionen in Höhe
von rund 188 Mio. € (+30%) und auf Platz 9 und 10 folgen
Tengelmann mit 151 Mio. € (+34%) und C&A mit 150
Mio. € (+19%). Wie
die Investitionsvolumina zeigen deutlich, habe vier der fünf
genannten Handelsunternehmen bei ihren Werbeinvestitionen
zweistellig zugelegt. Im Gegensatz zum Spitzenreiter Procter
& Gamble mit knapp 277 Mio. € (-5,5%) bewerben die
Handelsunternehmen zwar primär ihre Store Brands, aber
Marke bleibt Marke, egal ob es sich um ein Produkt, eine Dienstleistung
oder eine Unternehmensmarke handelt.
Bericht: Werbemarkt
Deutschland 2003 im Überblick (Bauer Media)
Übersicht: Branchendaten
Einzelhandel in Deutschland 2003 (Verdi)
Vergleich: Branchendaten
Einzelhandel in Europa 2003 (GfK Prisma)
Quelle: Nielsen Media Research, eigene
Recherchen
News-Special: Welcher Horn-Ochse ... ?
Ist Guildo Horn alias Horst Köhler
unser neuer Bundespräsident?
Meine Domaine "umlaute-und.eu"
01.03.2004 - Endlich gibt es Sie,
die Umlaut-Domainadressen! Vorbei die Zeiten, wo wir mühevoll
statt www.überallerhältlichkeit.de noch www.ueberaller-haeltlichkeit.de
eingeben mussten. Manch einer veraenderte schon seinen Schreibstil,
nicht nur im Internet.
Und auch Europa wächst, wenn schon nicht real, so doch
virtuell näher zusammen, denn ab 1. November 2004 sind
auch .eu-Domains endlich
verfügbar. Vormerkungen sind möglich, z.B. unter
>>
dotEU.info (united-domains AG). Aktuell dominieren noch
immer die USA mit zusammen 34,3 Mio. .com/.net/.org-Domains,
gefolgt von Deutschland mit knapp 7,2 Mio. und Großbritannien
mit 4,5 Mio. registrierten Domains.
Status-Quo im März 2004:
Top 10 der Country-Level-Domains weltweit
Aktuelle Statistik: Domainzahlenvergleich (werden monatlich aktualisiert)
Quelle: DENIC,
eigene Recherchen
No-Name und doch Marke
17.02.2004 - Das gibt es doch nicht:
Mein Nachbar fährt ein nagelneues Karmann Cabrio, das
sich mit vier Ringen auf der Motorhaube als Audi zu erkennen
gibt. Wie kann es sein, dass "nicht 'drin ist, was draufsteht"?
Angefangen als Lieferanten von Einzelteilen haben sich eine
Hand voll Zulieferer
zu vollwertigen Autoherstellern gemausert. Abgesehen von einer
kleinen Winzig-
keit, dem eigenen Markenemblem, stellen diese heute komplette
Autos im Auftrag
der 12 großen unabhängigen Autohersteller her.
Magna Steyr zum Beispiel
produziert den BMW X3, das Saab 9-3
Cabrio, die Mercedes G-Klasse
und den Chrysler Grand Cherokee. Daneben fertigen auch Karman,
Pininfarina, Valmet
und Bertone komplette Fahrzeuge, ohne bis auf Ausnahmen selbst
als Automarke
präsent
zu sein. Aktuellen Schätzungen der Unternehmensberatung
Mercer zufolge entwickeln und produzieren die 12 führenden Autohersteller
nur noch rund 1/3 jedes neuen Autos selbst, bei Nischenfahrzeugen
zum Teil noch deutlich weniger.
So wird beim neuen BMW X3
beispielsweise nur noch der Motor
von München "zugeliefert". Fragt sich, wer
in diesem
Fall noch Hersteller und wer Lieferant ist.
Insbesondere bei Nischenfahrzeugen, wie dem Porsche Boxter
(Valmet), dem Audi A4 Cabrio (Karmann) und dem
Chrysler Voyager
(Magna Steyr) haben sich die Lieferanten als Kleinserienhersteller
etabliert, während sich die
großen Autohersteller
der Idee des Relationship Marketing folgend zunehmend auf
den Vertrieb und die Kunden-
betreuung
(CRM) sowie ihre Starken
Marken (Branding) konzentrieren. So ist es nur noch eine Frage
der Zeit bis
ein Sportwagen
von Porsche entwickelt, von Valmet
gefertigt, als Audi vermarktet, von der Schwabengarage ver-
kauft
und von PitStop gewartet werden wird. Büßt ein
Hersteller in dieser arbeitsteiligen Wertschöpfungskette
seine Markenstärke und seine Kundbenbeziehung ein, ist
es nur noch ein kleiner Schritt zum Exodus. Wer als Her-
steller
zukünftig überleben will, muß
sich 100%tig auf seine Kunden hin ausrichten und sich konsequent
auf Kom-
ponenten mit hoher Bedeutung für die
Marke fokussieren. Ansonsten wird die Marke bald zum No-Name.
Quelle: MMC/Fraunhofer-Gesellschaft,
eigene Recherchen
Puck oder "Der Stachel der Scorpions"
12.01.2004 - In Hannover wohnen
die "Scorpions" und das
gleich zweimal: Sowohl
die bekannte Rockgruppe als auch
der Eishockeyclub Hannover
Scorpions heizen Ihren Fans nicht
nur in Niedersachsen mächtig
ein. Und seit kurzem auch sich gegenseitig, denn die Scorpions,
sprich die gleichnamige Rockgruppe, hat den gleichnamigen
Eishockeyclub wegen Markenrechtsverletzungen der seit 1980
eingetragenen Band-Marke verklagt. Grund: Der Sportclub
vertreibt eigene Merchandising-Artikel mit dem Schriftzug
"Scorpions", was die
Rock-Scorpions wiederum auf
den Plan brachte, 50% am Merchandising-Umsatz der Jahre
1996-1998 vor dem Landgericht Braunschweig einzufordern.
Vorausgegangen war eine mündliche Absprache Anfang
der 90er Jahre zwischen den Verantwortlichen der Hannover
Scorpions und den Scorpions aus Hannover. Während letztere
davon ausgingen, man habe sich auf eine 50%tige Beteiligung
geeinigt, ging der Eiskhockey-Club bis dato davon aus, den
Namen kostenlos nutzen zu dürfen. Was lernen wir daraus?
Immer schriftliche Absprachen treffen, denn das Er-innerungsvermögen
sinkt im gleichen Maße wie die Profitabilität
einer Marke zunimmt. Ach, hatte ich ganz vergessen... .
Quelle: Eigene Recherchen
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