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Oh, 2 can (not) do
23.12.2003 - Das es bei Markennamen
Streitigkeiten gibt,
ist nichts neues. Mittlerweile werden aber auch Slogans
immer häufiger unerlaubt verwendet. So auch dieses
Jahr vor Weihnachten von Franz Beckenbauer, der den durch
ihn bekannt gewordenen Slogan "Ja ist denn heut scho'
Weihnachten?" bei seinem aktuellen Werbepartner O2
in Werbespots zum besten gab. Zu dumm nur, dass sich
E-Plus den Slogan bereits 3 Jahre zuvor im Markenre-
gister hatte schützen lassen. Es reicht halt nicht
aus, einfach nur den Werbeträger samt Werbeagentur
abzuwerben.
Nachdem der Spot mittels einstweiliger Verfügung gestoppt
war, sendete O2 einen modifizierten Spot mit der an Beckenbauer
gerichteten Frage "Franz, dann sag's halt schon.",
was dieser mit einem lapidaren "Ich würd ja gern,
aber ich darf ja nicht" beantwortete. Da man sich bei
E-Plus durch diesen Spot verspottet fühlte, wurde auch
dieser Spot kurzfristig mittels einstweiliger Verfügung
ins Werbespot-Archiv verbannt.
Offensichtlich war das Vorgehen von O2 nicht nur ein mehr
oder weniger kleverer Werbeschachzug, sondern eine Revanche
für einen Slogan-Klau ein paar Monate zuvor. Im Sommer
2003 hatte E-Plus seinem Werbeträger Rudi Völler
den Slogan "Da legst di nieda" in den Mund gelegt,
obwohl der Slogan bereits von O2 markenrechtlich geschützt
war. Und wer hat gewonnen? Vermutlich T-Mobile und Vodafone.
Denn möglicherweise hat der ein oder andere Mobilfunkkunde
fälschlicherweise gedacht, dass O2 heimlich still und
leise von E-Plus übernommen worden sei und sein Handy
deshalb lieber bei einem der "Großen Zwei"
erworben. Wenn sich zwei streiten, freut sich halt immer
noch der Dritte.
Quelle: Eigene Recherchen
Schlüssel-iges neues BASF-Logo
19.12.2003 - Mit dem neuen Logo,
das ab März 2004 schrittweise eingeführt wird,
möchte die Badische Anilin- und Sodafabrik endlich
ihr Selbstverständnis als "The Chemical Company"
deutlich machen
(in den USA gibt es netterweise bereits ein Unternehmen
mit
gleichem Namen). Ziel ist es, so Vorstandsvorsitzender Hambrecht,
den Marktwert der BASF als führender Chemieanbieter
und und die eigene Position als zuverlässiger Partner
gegenüber den Kunden
zu stärken (mit dem Wunsch, im Zuge dessen möglichst
auch schrittweise höhere Preise realisieren zu können).
Ob dafür das neue Logo - zwei sich ergänzende
Quadrate - notwendig war, sei dahingestellt. Alles in allem
ähnelt die äußerst abstrakte Darstellung
eines Schlüssels und eines Schlosses mehr oder weniger
den seit einiger Zeit von der Deutschen Bank verwandten
Quadraten (abgeleitet aus dem Deutsche Bank-Logo). Ob die
BASF mit Ihrem neuen Markenauftritt den Schlüssel zum
Erfolg gefunden hat, und ob wirklich "die Chemie stimmt"
bleibt abzuwarten,
schließlich ist nicht immer alles Logo.
Link: BASF
Logo-Historie
Pressemitteilung: Das
neue BASF Logo
Quelle: BASF,
eigene Recherchen
Smarte Lösung
08.12.2003 - Was zunächst als
Einzelkind (und vermeintliche Eintagsfliege) gestartet ist,
hat sich in der Zwischenzeit als Marke etabliert, der "Smart"
von DaimlerChrysler. Mittlerweile gibt es auch ein Smart Cabrio
und einen Roadster. Aus diesem Grund wird die bisherige Einzelmarke
Smart zur Familienmarke erweitert. Ab sofort gibt es den Smart
Fortwo (bisheriger Smart) und ab Frühjahr 2004 den Smart
Forfour. Daneben ist der Smart Forfun (Nachfolger des jetzigen
Roadsters) in Planung und auch Smart Forfive und Fourbyfour
sowie Smart Forsix und Forall sind bereits als Marken registriert.
Hierzu Andreas Renschler, Chef bei Smart: "Die Marke
Smart steht nicht mehr nur für ein Produkt, sondern für
eine Produktreihe." Wer hätte das vor zwei, drei
Jahren gedacht.
Übersicht: Smarte
Markenfamilie
Quelle: WiWo, Nr. 50, 4.12.2003, S. 10 sowie eigene Recherchen
(Un)mißverständliche Slogans
03.11.2003 - Internationalität
ist gefragt. Viele Unternehmen glauben dem durch Slogans
mit Anglizismen gerecht zu werden. Doch wer versteht die
englischen Slogans eigentlich? Dieser Frage ist die Endmark
AG in einer aktuellen Studie nachgegangen. Ergebnis? Selbst
kurze Sprüche wie "Be inspired." von Siemens
Mobile oder "One Group. Multi Utilities." von
RWE verstanden nur 15% respektive
8% der Befragten. Annähernd richtig übersetzen
konnten immerhin ca. 50% aller Befragten den Slogan "Every
time a good time." von McDonald's und "There's
no better way to fly." von Lufthansa. Demgegenüber
glaubten viele den Slogan
"Come in and find out." von Douglas zu verstehen.
Mehr als 50% übersetzten den Slogan jedoch fälschlicherweise
mit "Komm herein und finde wieder heraus." und
nur 34% verstanden den Slogan ansatzweise. Damit werden
Slogans für Unternehmen zum unkalkulierbaren Risiko,
denn die Markenidentität, die mit dem Slogan kommuniziert
werden soll, kommt nicht an, dafür aber etwas anderes,
nur was, wissen die wenigsten Unternehmen. Und selbst wenn
sie es wüßten, steuern könnten sie es dennoch
nicht. Dass es auch anders geht beweisen beispielsweise
einige ausländische Unternehmen, die ihre Werbung in
Deutschland angepasst haben: Air France wirbt in Deutschland
beispielsweise mit
"Wir erobern Ihr Herz im Flug." und Fiat macht
unmißverständlich deutlich: "Leidenschaft
ist unser Antrieb."
Quelle: Endmark
AG, Köln
Der Stern strahlt wieder
24.10.2003 - Im aktuellen Markenwert-Ranking
von BBDO hat DaimlerChrylser mti einem Markenwert von 25,3
Mrd € wieder den Spitzenplatz unter den DAX-30-Unternehmen
eingenommen, nachdem es 2002 auf Rang vier abgerutscht war.
Auf Platz 2 und 3 folgen
die Deutsche Telekom und Allianz mit 20 bzw. 15,6 Mrd. €.
Das komplette Ranking als
Download finden Sie hier.
Quelle: www.bbdo.de
C1 - demnächst auf 4 Rädern
10.10.2003 - Die Produktionseinstellung
des mit Überrollschutz ausgestattete BMW-Motorrad C1, auch
"fahrender Regenschirm" genannt, ist beschlossene Sache.
Auch entschieden ist, dass Citroën die Marke für ein
neues C1-Modell übernehmen wird. Kleiner Wermutstropfen
für BWM: Die Motoren des kleinen Franzosen kommen aus Bayern.
Quelle: Eigene Recherchen
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