Markenstrategie: Konzept und Vorgehen Markennamen von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen Marken- und Künstlernamen von Sängern, Schauspielern, Sportlern und sonstigen Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens Markenlogos: Wortmarke, Bildmarke/Symbole und Charaktere Slogans: Kurze,  markante Phasen zur Marke und ihrer USP
Simon-Kucher, oder was?
 
 
 
   
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News-Archiv:



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Domains zunehmend beliebtes Einfalltor für Markenpiraten

Das Domain-Grabbing nimmt weiter zu. Was Sie tun können!28.03.2008 - Wie der von uns aufgedeckte Mißbrauch der Marke und
> Domain
der weltweit aktiven Unternehmensberatung Simon-Kucher
& Partners
gezeigt hat (>> wir berichteten), sind Markeninhaber vor
der missbräuchlichen Domain-Registrierung von Markennamen, auch
Cybersquatting oder > Domain-Grabbing genannt, nicht sicher. Im Ge-
genteil. Seit 2003 steigt die Zahl der jährlich bei der "Internet Corporation
for Assigned Names and Numbers" (ICANN) angezeigten Fälle von Top-
Level-Domain-Konflikten (TDL-Disputes) kontinuierlich an wie folgende
Abbildung >> Domain-Streitfälle seit 1999 deutlich macht. Allein von
2006 bis 2007 stieg die Zahl der Fälle um 18%, gegenüber 2005 sogar um 48%. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl
der Fälle wie folgt entwickelt: 1.857 (2000), 1.557, 1.207, 1.100, 1.176, 1.456, 1.824 und 2.156 (2007).

Zum Hintergrund: Auf Initiative der World Intellectual Property Organization (WIPO) wurde im Dezember 1999 die "Uni-
form Domain Name Dispute Resolution Policy" (UDRP), ein schnelles und kostengünstiges Procedere zur Lösung von
Top-Level-Domainkonflikten ins Leben gerufen. Die TLDs umfassen dabei zum einen generic TLDs (z.B. .com-Domains),
zum anderen country code TLDs (z.B. .de-Domains), die einem registrierten > Markennamen ähneln oder mit diesem identisch sind. Insgesamt wurden im Rahmen des international akzeptierten Standards zur Lösung von Domainstreitig-
keiten bis Ende 2007 12.334 Fälle bearbeitet, wobei rund ein Viertel ohne eine Entscheidung des Gremiums gelöst wer-
den konnte. Von den verbliebenen Fällen wurde bei 85% eine Übertragung des Domainnamens angeordnet, 15% der Beschwerden wurden abgelehnt. Eine Übersicht mit allen Entscheidungen des UDRP-Gremiums sowie eine Regel-
übersicht finden Sie >> hier.
Wir sagen STOP zum illegalen Aneignen von Marken als Domains!
Die wichtigsten Abkürzungen im Überblick:
> UDRP = Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy
> ICANN = Internet Corporation for Assigned Names and Numbers
> WIPO = World Intellectual Property Organization
> DNS = Domain Name Registration
> TLD = Top-Level-Domain (Generisch/Landesbezogen)
> gTLDs = generic Top-Level-Domains (z.B. .com, .net, .org)
> ccTDLs= country code Top-Level-Domains (z.B. .de, .at, .ch)

Quelle: WIPO-News vom 27.03.2008 sowie eigene Recherchen



Von Markenpiraten schlecht beraten

Simon-Kucher & Partners hat in China bereits ein Büro, nur nicht sein eigenes!07.02.2008 - Dass Markenprodukte in China reihenweise nachgemacht
werden, überrascht kaum noch jemanden. Immerhin kamen 2006 rund
33% aller entdeckten > Plagiate aus dem Land der Mitte, während es
2003 noch knapp 13% waren. Neu ist allerdings, daß Unternehmens-
beratungen und ihre Geschäftsmodelle inklusive Wort-Bild-Marke und
Webauftritt gefälscht werden, wie kürzlich mein früherer Arbeitgeber
Simon-Kucher & Partners (SKP) erfahren musste, der in China be-
reits über ein Büro verfügt, nur nicht sein eigenes!

Hermann Simon schrieb mir hierzu vor ein paar Tagen: „In China tritt ein Berater unter dem Namen Simon-Kucher
auf, der das SKP-Logo benutzt, die chinesische Webadresse sein eigen nennt und sich als das ansässige Büro
von Simon-Kucher & Partners ausgibt.

Die Original-Website (rot) und das chinesische Imitat (blau)
Wer die Website www.simon-kucher.com.cn besucht, findet dort ein fast identisches Dublikat des SKP-Portals,
angefangen vom Namen über den Beratungs- bis zum Branchenfokus. Einzig die Farbe wurden von rot in blau ab-
geändert und – was für eine Ironie – das chinesische Firmenlogo verfügt über ein ®egistered-Zeichen, das deut-
sche Originallogo nicht. Als Lichtblick sei angemerkt, dass manches chinesische Unternehmen mittlerweile vor
ähnlichen Problemen steht, wie BDI-Präsident Jürgen Thumann kürzlich betonte:


Jürgen Thumann, BDI-Präsident "Inzwischen beklagen auch erfolgreiche chinesische Firmen,
dass chinesische Nachahmer ihre guten Ideen klauen."

Jürgen Thumann (BDI-Präsident)


Quelle: o.V., Perspektiven, in: Focus, 33/2007, S. 76

Über 333 weitere Markenzitate bekannter Markenexperten finden Sie >> hier


Gleich am darauffolgenden Tag schrieb mir Hermann Simon auf meine News zum Chinesischen Neujahrsfest am 7.
Februar hin in einem persönlichen Brief Folgendes:

Hermann Simon, Chairman von Simon-Kucher & Partners, Bonn"Ich habe in der Zwischenzeit versucht, auf der politischen Schiene
etwas gegen unsere chinesischen Nachahmer zu tun, glaube aber
nicht, dass auf dieser Ebene viel herauskommt. Wahrscheinlich
müssen wir doch den Rechtsweg gehen. Das Problem besteht darin,
dass der Sachverhalt in China keine Rechtsverletzung darstellt, da
unser Name dort nicht geschützt ist."


Deshalb unsere Empfehlung: Lassen Sie Ihren Markennamen in China schützen! Und: Sichern Sie sich die chine-
sische Domain Ihrer Unternehmens- und Produktmarke(n). Immerhin erreichten .cn-Domains Ende Januar 2008 mit
über 9 Mio. registrierten Webadressen bereits den 4. Platz im Ranking der Top-Level-Domains (TDLs), wohin-
gegen sie vor eineinhalb Jahren noch nicht einmal unter den Top 10 waren.

Eine .cn-Domain kostetbei United Domains z.B. 49 Euro (für .com.cn) bzw. 59 Euro (für .cn) pro Jahr. Da-
für bekommen Sie von führenden Markenanwälten nicht einmal eine Auskunft. Mehr erfahren Sie hier:

Domains schnell und einfach registrieren.

Unsere Übersicht mit allen führenden Domainanbietern finden Sie >> hier


Weiterführende Informationen:

> Umfassende Informationen über Markenschutz sowie Produkt- und Markenpiraterie
   in China
(über 50 Fachbeiträge & Studien zum Downloaden) finden Sie >> hier

> Unser Übersicht mit führenden Markenrechtsexperten (Kanzleien) sowie
   (inter)nationalen Institutionen und Verbänden finden Sie >> hier


Nachtrag: Kurz nachdem Herr Berdi und Herr Thunig von der Absatzwirtschaft meine Karte zum chinesichen
Neujahrsfest erhalten hatten, rief mich ihr Kollege, Herr Garber, an und sagte mir, dass Sie meine News über
Simon-Kucher zum Anlass für einen Newsbeitrag in der nächsten ASW-Ausgabe 3/2008 nehmen würden,
die dann am 25. Februar mit folgendem Text erschien (S. 21):

Simon-Kucher dreist kopiert
Plagiat - "Dieses Vergehen ist dreister Ideenklau. Wir müssen ein solches Vorgehen unterbinden", klingt Prof.
Dr. Hermann Simon noch immer sauer, als er auf Anfrage antwortet. Was war passiert? Eine "Anerkennung,
auf die er gerne verzichten würde
", wurde dem Unternehmensberater in China zuteil. Dort tritt ein Berater unter
dem Namen Simon-Kucher auf, benutzt das Logo in blau statt rot, besetzt die chinesische Internet-Adresse und
gibt sich als Büro des namhaften Consultant aus. Man werden den Missbrauch abstellen und habe dazu die
Handelskammer in China kontaktiert, heißt es aus der Bonner Zentrale. Selbst erfolgreiche chinesische Firmen
plage mittlerweile diese Art von Plagiat, erklärte kürzlich BDI-Präsident Jürgen Thumann.


Quellen: Simon-Kucher & Partners-Jahresbericht vom 18.01.2008, Bundesministerium für Finanzen,
              Denic.de, Brief von Hermann Simon vom 8.02.2008 sowie eigene Recherchen

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