Markenstrategie: Konzept und Vorgehen Markennamen von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen Marken- und Künstlernamen von Sängern, Schauspielern, Sportlern und sonstigen Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens Markenlogos: Wortmarke, Bildmarke/Symbole und Charaktere Slogans: Kurze,  markante Phasen zur Marke und ihrer USP
 
 
   
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Kalligraphie

Schönschreibkunst, d.h. die Fertigkeit des "Schönschreibens" von Hand mit den ver-
schiedensten Schreibutensilien, z.B. Federkiel, Pinsel oder Füller (vgl. hierzu auch
> Typographie
und > Logo)

Kannibalisierungseffekt

Substitutionsbeziehungen zwischen verschiedenen Angeboten eines Unternehmen
(vgl. z.B. in der Volkswagen-Gruppe den VW Golf vs. VW Polo und VW Lupo bzw.
vs. Audi A3, Seat Ibiza und Skoda Fabia); vgl. hierzu auch > Markenportfolio und
> Markenhierarchie

Übersicht mit ausgewählten Lexika & Glossaren zum Thema Marketing & Marken



Sollten Sie in unserem Markenglossar nicht fündig werden, dann können Sie uns gerne
den noch fehlenden Begriff mailen bzw. in unserer > Übersicht mit weiteren, aus-gewählten Lexika & Glossaren zum Thema Marketing & Marken recherchieren.



Klassische Handelsmarke
(Eigenmarke des Handels/
Äquivalenzmarke/
Imitationsmarke/
Private Label)

Form einer > Handelsmarke, die qualitativ mit einer durchschnittlichen Herstellermarke
vergleichbar ist, jedoch preislich deutlich darunter liegt. Als Kaufargument steht nicht,
wie bei > Gattungsmarken, der günstige Preis im Fokus, sondern das gute Preis-
Leistungsverhältnis; eine klassische Handelsmarke zeichnet sich durch Imitation einer Herstellermarke aus, z.B. das Müsli "Gletscherkrone" von Aldi-Nord, das sich sowohl im Namen als auch in der Verpackungsgestaltung an > Schneekoppe orientiert; (vgl. hier-
zu alternativ > Gattungsmarke und > Premiumhandelsmarke)

Kollisionsfälle

Ergeben sich bei Identität, > Verwechslungsgefahr oder Ausnutzung bzw. Beein-trächtigung bekannter (und ab 90% Bekanntheitsgrad als berühmt bezeichneter) Marken
(z.B. bei Rufausbeutung, Rufschädigung oder Verwässerungsgefahr) innerhalb des Markenrechtsschutzes; vgl. hierzu auch > Gewerbliche Schutzrechte und > Plagiat

Kommunikation

Kommunikation lässt sich Bruhn zufolge definieren als "die Übermittlung von Informa-
tionen und Bedeutungsinhalten zum Zweck der Steuerung von Meinungen, Einnstell-
ungen, Erwartungen und Verhaltensweisen bestimmter Adressaten gemäß spezifi-
scher Zielsetzungen
" (Kommunikationspolitik, 2003, S. 1); vgl. hierzu auch
> Unternehmenskommunikation
sowie die folgenden Begriffe:
> Kommunikationsbotschaft
> Kommunikationsinstrumente
> Kommunikationsmaßnahmen
> Kommunikationsmittel
> Kommunikationsträger

Kommunikations-
botschaft

(Werbebotschaft)

In der Kommunikationsbotschaft konkretisieren sich die von der Kommunikation bereitge-stellten Informationen und Bedeutungsinhalte, mit denen die relevanten > Zielgruppen konfrontiert werden; Bruhn zufolge handelt es sich bei der Kommunikationsbotschaft
um "die Verschlüsselung kommunikationspolitischer Leidideen durch Modalitäten
(Text, Bild und/oder Ton), um bei den Rezipienten durch Aussagen über Produkte/ Marken/ Unternehmen die gewünschte Wirkung im Sinne der unternehmenspolitisch relevanten Kommunikationsziele zu erzielen
" (Kommunikationspolitik, 2003, S. 4);
vgl. hierzu auch > Kommunikation und > Tonalität

Kommunikations-instrumente
(Werbeinstrumente)

Zu den klassischen Kommunikationsinstrumenten zählen beispielsweise Mediawerbung, Verkaufsförderung, Direktmarketing und Öffentlichkeitsarbeit; Bruhn zufolge handelt es
sich bei Kommunikationsinstrumenten um "das Ergebnis einer gedanklichen Bündelung
von Kommunikationsmaßnahmen nach ihrer Ähnlichkeit
" (Kommunikationspolitik,
2003, S. 3); vgl. hierzu auch > Kommunikation und > Werbung

Kommunikations-maßnahmen
(Werbemaßnahmen)

Zu den Kommunikationsmaßnahmen zählen u.a. die Schaltung von Anzeigen in Tages-zeitungen (> Tausenderpreis), die Versendung von Werbebriefen und die Durch-
führung von Verkaufsgesprächen; bei ihnen handelt es sich um "sämtliche Aktivitäten,
die von einem kommunikationstreibenden Unternehmen bewusst zur Erreichung kommunikativer Zielsetzungen eingesetzt werden
" (Bruhn, Kommunikationspolitik, 2003, S. 3); vgl. hierzu auch > Kommunikation

Kommunikationsmittel
(Werbemittel)

Ausgestaltung bzw. Kombination von Wort, Bild und Ton zur Darstellung einer > Kommu-
nikationsbotschaft
(z.B. in Form einer Anzeige oder einem Plakat); der Einsatz von Kommunikationsmitteln ersetzt vielfach den persönlichen Kontakt mit den relevanten Zielgruppen eines Unternehmens; ein Kommunikationsmittel lässt sich Bruhn folgend beschreiben als "die reale, sinnlich wahrnehmbare Erscheinungsform der Kommunikationsbotschaft. Sie ersetzt die ursprünglich von Mensch zu Mensch verlaufende Kommunikation und macht sie reproduzierbar" (Bruhn, Kommuni-kationspolitik, 2003, S. 4); vgl. hierzu auch > Kommunikation

Kommunikationsträger
(Werbeträger)

Medien, durch die eine > Kommunikationsbotschaft an die Umworbenen herange-
tragen wird; Kommunikationsträger können beispielsweise Informations- und Unterhal-
tungsmedien, aber auch Geschäftsräume, Verkehrsmittel und Ausstellungsräume sein
(z.B. Fernsehsendungen, Litfaßsäulen und Zeitschriften); Bruhn definiert einen Kommu-
nikationsträger als "ein Übermittlungsmedium, mit dessen Hilfe die in Form von Kommu-
nikationsmitteln verschlüsselte Kommunikationsbotschaft quasi im "Huckepack"-
Verfahren den Adressaten näher gebracht wird
" (Bruhn, Kommunikationspolitik,
2003, S. 4); vgl. hierzu auch > Kommunikation, > Kommunikationsmittel,
> Leser-Maßzahlen
und > Reichweite

Konnotation

(Neben-)Bedeutung oder Begleiterscheinung eines Wortes, d.h. subjektiv variable Be-deutungskomponenten; häufig emotionale Vorstellungen, die die Grundbedeutung eines Wortes begleiten, wie z.B. Mond = romantisch (vgl. abweichend hiervon > Denotation)

Konvergenz
(Convergence)

Annäherung bzw. Übereinstimmung von Meinungen, Märkten, Technologien oder Zielen
(vgl. z.B. die aktuellen Konvergenzbemühungen bei Computer- und Unterhaltungselektro-
nik); Gegenteil: > Divergenz (vgl. hierzu auch Ries/Ries, Die Entstehung der Marken,
2005)

Konzepttest

Spezielles > Experiment zur Überprüfung von neuen Ideen, die lediglich in verbaler
oder bildlicher Form vorliegen mit dem Ziel, deren Akzeptanz zu testen

Kreativitätstechniken

Methoden zur Anregung und Förderung von Fähigkeiten, neue Ideen und originelle Lösungsmöglichkeiten für ein Problem hervorzubringen, meist angewandt durch
Gruppen; unterschieden wird zwischen systematisch-logischen Methoden
(z.B. > Morphologischer Kasten) und intuitiv-kreativen Verfahren
(z.B. > Brainstorming)

Kürzel
(Abbreviation)

Markenname, der aus den Anfangsbuchstaben (Initialen) mehrerer Worte zusammen-
gesetzt ist; z.B. wurde aus "Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft" der Markenname
> AEG
und aus "Badische Anilin- und Sodafabrik" > BASF (vgl. hierzu auch > Akro-
nym
); ein festgelegtes Abkürzungszeichen wird auch als "Sigel" bezeichnet

Kuckucksmarke

Marke, die sich die Eigenschaften fremder Kulturen zu eigen macht (vgl. > Country-of-
Origin
), um von einem bestimmten Stereotyp einer Region bzw. eines Landes zu profi-
tieren; vgl. z.B. die US-Eiscreme-Marke "Häagan-Dazs", deren Name an die dänische
Eiscremekunst erinnern soll

Kultur

Gesellschaftlich übereinstimmende Muster in Denken, Fühlen und Handeln (vgl. z.B. in-
dividualistische vs. kollektivistische Kulturkreise); vgl. hierzu auch > Unternehmens-
kultur


Kunde
(Customer)

tatsächliche oder potenzielle Partei auf der Nachfragerseite eines Marktes, bestehend
aus Einzelpersonen, Institutionen oder Organisationen; Peter zufolge lässt sich ein
Kunde definieren als "Nachfrager, der von einem bestimmten Anbieter bereits min-
destens einmal eine Leistung bezogen hat
" (Kundenbindung als Marketingziel,
2001, S. 7); während "Käufer" und "Abnehmer" meist synonym verwendet werden,
setzen die Bezeichnungen "Nachfrager", "Konsument" und "Verbraucher" eine in der
Vergangenheit liegende erstmalige Transaktion nicht notwendigerweise voraus, son-
dern umfassen auch potenzielle Marktpartner; vgl. hierzu auch > Interessengruppen

Kundenbindung
(Customer Retention)

Positive Einstellung eines > Kunden zu einer Geschäftsbeziehung mit einem Unter-
nehmen und Bereitschaft zu Folgetransaktionen mit diesem; Nieschlag, Dichtl und
Hörschgen zufolge lässt sich Kundenbindung definieren als "Bemühen eines Unter-nehmens, Abnehmer mit ökonomischen, sozialen, technischen oder juristischen
MItteln an sich zu binden
" (Marketing, 1994, S. 1055; ähnlich S. 125); Peter zufolge
bezieht sich der Begriff auf "den Aufbau und die Aufrechterhaltung einer Geschäfts-
beziehung als einer nicht zufälligen Folge von Markttransaktionen zwischen Lieferant
und Kunde
" (Kundenbindung als Marketingziel, 2001, S. 7), wobei sie "Kunden-bindung als Realisierung oder Planung wiederholter Transaktionen zwischen einem Anbieter und einem Abnehmer innerhalb eines in Abhängigkeit von der Art der Transaktion bestimmten Zeitraums" (ebenda, S. 8) interpretiert; vgl. hierzu auch
> Markentreue


Peter zufolge können vier Bestimmungsfaktoren unterschieden werden
(ebenda, S. 87ff., insb. S. 104):
> Kundenzufriedenheit
> Attraktivität des Konkurrenzangebots
> Wechselbarrieren (ökonomisch, psychisch, sozial)
> Streben nach Abwechslung (> Variety Seeking)

Kundennähe
(Customer Proximity)

Die Nähe zum > Kunden als Voraussetzung für > One-to-One-Marketing dient primär
der Gewinnung von Informationen über die eigene Klientel, wobei zwei Formen der Nähe
unterschieden werden können:
> räumlich: Präsenz vor Ort (z.B. durch Filialen bzw. Auslandsniederlassungen)
> psychisch/kommunikativ: Abbau mentaler Distanz zwischen Anbieter und Kunde
Peter zufolge lässt sich der von Peters und Waterman geprägte Begriff Kundennähe definieren als "totale Ausrichtung eines Unternehmens auf die Erfüllung von Kunden-wünschen" (Kundenbindung als Marketingziel, 2001, S. 235)

Kundentreue
(Kundenloyalität/
Customer Loyalty)

Peter zufolge lässt sich Kundentreue zum einen definieren als "spezifisches Anbieter-verhalten, das durch die stetige Ausrichtung der Marketingaktivitäten an den Bedürf-
nissen der Stammkunden geprägt ist
", zum anderen als "loyale Verhaltensweise, die
einseitig von einem Kunden ausgeht, ohne daß zunächst das Objekt der Loyalität
bekannt wird
" (Kundenbindung als Marketingziel, 2001, beides S. 9); Während Kundentreue primär als zustandsorientierte Auffassung interpretiert wird, die die Einstellungen der Kunden gegenüber einem Unternehmen beschreibt und damit eher statischer Natur ist, bezeichnet > Kundenbindung sowohl einen Zustand als auch
einen Prozess, bei dem der Anbieterseite eine aktive Rolle zukommt, die zu einer dynamischen Geschäftsbeziehung führt; auch als Verbraucherloyalität bezeichnet;
vgl. hierzu auch > Markentreue und > Commitment

Kundenzufriedenheit
(Customer Satisfaction)

Zufriedenheit ergibt sich als positive Differenz der nach dem Kauf (subjektiv) wahr-
genommenen Leistung eines Produktes oder einer Dienstleistung im Vergleich zu den persönlichen Erwartungen vor dem Kauf; Kotler und Bliemel zufolge "[entsteht] Zu-friedenheit als Empfindung des Kunden durch seinen Vergleich von wahrgenom-
menem Wertgewinn (als Resultat des Kaufs) und erwartetem Wertgewinn (vor dem
Kauf)
" (Marketing-Management, 2001, S. 61); ähnlich definiert Peter Kundenzu-
friedenheit als "Ergebnis eines komplexen Informationsverarbeitungsprozesses .. ,
in dessen Mittelpunkt die aus einem Soll-Ist-Vergleich resultierende Bewertung der Kaufsituation steht
" (Kundenbindung als Marketingziel, 2001, S. 105); vgl. auch
> Kundenbindung


Kurzzeitgedächtnis
(KZG)

Teil des Gedächtnisses, das aus dem Sensorischen Speicher weitergeleitete Informa-
tionen mit dem im Langzeitgedächtnis gespeicherten Wissen vergleicht und bewertet mit
dem Ziel, die verfügbaren Informationen zu vergessen oder in das Langzeitgedächtnis
zu übernehmen (vgl. auch > Langzeitgedächtnis und > Sensorisches Gedächtnis)

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