Mega-Macht Marke - Erfolg messen, machen, managen
von Hajo Riesenbeck und Jesko Perrey (2. Aufl., November 2005)
Hinweis: Die englische Ausgabe Power Brands - Measuring, Making,
and
Managing Brand Success ist Dezember 2006 erschienen (s.u.)
Noch ein Buch zum Thema Marke?
Ja, und dazu noch äußerst lohnens-
wert! Was die beiden McKinsey-Berater auf knapp 400 Seiten
nieder-
geschrieben haben, ist lesenswert von der ersten bis zur
letzten Seite.
Riesenbeck und Perrey zeigen auf, wie sich
Markenerfolg messen,
machen und managen lässt. Markenerfolg ist berechenbar,
so die
zentrale Botschaft des Buches.
Im Gegensatz zu den meisten aktuellen Markenbüchern
geben die bei-
den Autoren nicht zum x-sten Mal bereits bekanntes Markenwissen
wieder, sondern stellen neuste Erkenntnisse aus eigenen
Forschungs-
und Beratungsprojekten detailliert vor. Auch wenn der "McKinsey-
Blickwinkel"
vielfach nicht zu übersehen ist, so ist das vorgestellte
Gesamtkonsept in allen Einzelheiten wiedergegeben und damit
für Ex-
terne leicht nachvollziehbar und auch eigenständig
implementierbar.
Die sogenannte MarkenMatik ("Mathematik der Marke")
verknüpft kon-
sequent qualitative und quantitative Indikatoren, Teilmodelle
und Indices
in einem ganzheitlichen Konzept zur Steuerung der Mega-Macht
Marke.
Neu an der 2., aktualisierten und erweiterten Auflage sind
u.a. neue Unterkapitel zu "Marktsegmentierung"
und zum "Markenportfoliomanagement". Das bisherige
Unterkapitel "Marketing Spend Effectiveness" wurde
überarbeitet und aufgrund inhaltlicher Änderungen
in "Marketing ROI" umbenannt.
Veranschaulicht werden die Erkenntnisse von Riesenbeck und
Perrey durch aktuelle Fallstudien und ausgewählte Bei-
träge von Markenpraktikern, z.B. von Linde, Deutsch
Post World Net, der Bertelsmann-Stiftung (Heribert Meffert),
Bosch Siemens Hausgeräte und T-Mobile. Interviews mit
Reinhard Springer (Springer & Jacoby) und Wolfgang Reitzle
(Linde) liefern Einsichten zum aktuellen Stand des Marken-
managements und ergänzen damit auf hervorragende Weise
die anhand von mehr als 100 Abbildungen vorgestellte und
erläuterte MarkenMatik.
Aufgelockert wird das Buch zudem durch fünf Gemälden
des Berliner Künstlers Jens Lorenzen, der die Markenzeichen
von Lucky Strike,
BMW, Nivea,
Shell, Chiquita
und Pentaten küsntlerisch
interpretiert. Mehr zu den Arbeiten des
Malers erfahren Sie >>
hier.
Aufbauend auf "Mega-Macht Marke" ist im Dezember 2006 die englische Fassung unter dem
Titel "Power Brands" erschienen. Es handelt sich dabei um die überarbeitete Version
der 2.
deutschen Auflage von 2005. Ein Großteil der Beispiele wurde aktualisiert und ergänzt.
Da-
rüber hinaus findet sich in der englischen Ausgabe ein Interview mit Chris Burggraeve,
dem
Group Marketing Director von Coca-Cola in Europa (anstelle des in der deutschen
Ausgabe abgedruckten Interviews mit Reinhard Springer). Ersatzlos weggefallen ist das Kapitel über
"Die finanzielle Bewertung von Marken", weshalb die großformatigere englische Ausgabe
auch nur
258
Textseiten umfasst. Mehr zu "Power Brands" erfahren
Sie >> hier
Kernanliegen von Mega-Macht Marke (und Power Brands) ist es, das bisher von Kreativität
und Bauchentscheidungen
geprägte Markenmanagement
durch rationale und quantitative Ansätze zu kanalisieren,
um Resultate, z.B. von Werbe-kampagnen, kalkulierbarer und
damit erfolgreicher werden zu lassen, ohne die hierfür
nötige Kreativität zu beeinträch-
tigen. Dreh-
und Angelpunkt bilden die drei Bereiche Art, Science und Craft, die aufzeigen,
wie Marken erschaffen, gemessen und gemanagt werden
können. Abschließend stellen die Autoren den
Brand Equity Meter vor, einen be-
wusst pragmatisch gewählten
Bewertungsansatz, der zu einfachen und verlässlichen Bewertungen
führt und den
im Buch genannten Anforderungen zur Bilanzierung
von Marken genügt.
Im folgenden werden die drei Eckpfeiler erfolgreichen Markenmanagements,
die die Prozesse zu einem stimmigen Gan-
zen zusammenführen und sie damit transparenter, kalkulierbarer
und steuerbarer machen, vorgestellt und erläutert.
Messen - Ausgehend von ausgewählten Marktsegementen
und Zielgruppen gilt es den Autoren zufolge zunächst
die Markenrelevanz zu bestimmen, da Marken nicht in allen
Märkten eine gleich wichtige Rolle spielen. Die von
McKinsey zusammen mit dem MCM ermittelten Relevanzwerte
für Marken aus 45 B2C- und 18 B2B-Märkten machen
deutlich,
in welchen Märkten Marken wie bedeutend sind. Für
markenrelevante Märkte gilt es für die eigene
Marke den von
McKinsey entwickelten Markendiamanten zu bestimmen und in
drei Schritten das hieraus ableitbare Markenimage herauszuarbeiten.
Das Markenimage wiederum dient als Grundlage für die
aus Einstellungs- und Verhaltenswirkung abgeleitete Marken-stärke,
wobei der Marken-Kauftrichter mit den fünf idealtypischen
Stufen Gestützte Bekanntheit, Vertrautheit, Engere
Auswahl, Kauf und Loyalität als Analyseraster für
die Operationalisierung dient. Aus den Trans-
ferraten lassen sich Markenpotenziale ableiten, die eine
optimierte Steuerung des Markenmanagements ermöglichen.
Machen - Aufbauend auf die Messung der Markenstärke
gilt es Risenbeck und Perrey zufolge alle aktuellen und
potenziellen Markentreiber
des Markendiamanten für alle Stufen des Kauftrichters
relativ zum Wettbewerb zu analy-
sieren. Einerseits gilt es die Relevanz möglicher Markentreiber
zu ermitteln, andererseits Stärken bzw. Schwächen
im Vergleich zum Wettbewerb herauszuarbeiten. Hieraus lassen
sich Handlungsoptionen und konkrete, operationalisierte
Wertversprechen ableiten, die von den Autoren anhand mehrerer
Beispiele erläutert werden. Das Brand Personality Gameboard
schließlich ermöglicht es den McKinsey-Autoren
zufolge, passende Persönlichkeiten des öffentlichen
Lebens oder geeignete Co-Branding-Partner zur Festigung
oder Veränderung der eigenen Markenpersönlichkeit
und
-stärke auszuwählen.
Managen - Auf Grundlage der Ergebnisse von Markenaufbau
und -messung gilt es die Ausgaben und deren Wirkun-
gen systematisch zu erfassen und bewerten. Die Effektivität
der Marketingausgaben lässt sich den Autoren zufolge
anhand von drei Prozesstufen managen. In einem ersten Schritt
is es erforderlich, Transparenz im Hinblick auf Ziele
und Budgets zu schaffen. Hierauf aufbauend lassen sich in
einem zweiten Schritt Wirkungszusammenhänge ableiten,
die die Effektivität der Ausgaben und Medien bzw. Kontaktpunkte
genauso betrachten wie die Effizienz der Ausgaben. Drittens
gilt es die Marketingbudgets zu optimieren, wobei Engpässe
im Kauftrichter zur Ableitung von Empfehlungen genauso herangezogen
werden können, wie absolute Ausgabenhöhe und relativer
Ausgabenmix. Zur systematischen Steuerung und Kontrolle
der Marketingaktivitäten sollte Riesenbeck und Perrey
zufolge schließlich die Implementierung
eines detailliert erläuterten Markencockpits in Erwägung
gezogen werden.
Die im Buch vorgestellten innovativen Methoden und präzisen
Instrumente stellen als MarkenMatik-Gesamtkonzept ei-
nen stimmigen Ansatz zur Steuerung von Marken dar, der durchgängig
durchdacht, detailliert beschrieben und bereits umfassend
erprobt worden ist. Das Vorgehen kann von Markenmanagern
leicht übernommen und eigenständig adap-
tiert werden. Gutes Markenmanagement entsteht den beiden
Autoren zufolge durch Kunst, Wissenschaft und Hand-
werk, und damit durch "eine Kombination aus Fingerspitzengefühl,
Verstand und klarer, schlüssiger Umsetzung". Das
vorliegende Buch zeigt in acht Kapiteln den Weg zum McMarkenolymp.
Ausgewählte Fachbeiträge der beiden Autoren, die
sich mit dem Inhalt des vorliegenden Buches befassen:
> Starke Marken sind kein Zufall (Perrey/Riesenbeck,
Marketing Journal 3/2003)
> Vom Brand Positioning zum Operativen Marketing (Perrey/Schröder,
Akzente 28, Juni 2003)
>
So lohnen sich Investitionen in die Marke (Perrey/Riesenbeck/Schröder,
Akzente 25, Sept. 2002)
Mega-mächte Markenzitate von Riesenbeck und Perrey finden Sie >> hier
Weitere Mega-Macht-Informationen zum Buch der beiden Autoren finden Sie auf

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